Was ist Pferde-Osteopathie?

Der Grundgedanke der Osteopathie ist die manuelle Untersuchung des Organismus in seiner Gesamtheit.

Eine Blockade im linken Schultergelenk kann so z.B. zu Schmerzen in dieser Schulter führen, aber auch zu einer Beeinträchtigung des rechten Hinterbeins. Was wiederum auch das linke Hinterbein negativ beeinflussen und so zu Problemen in der gesamten Hinterhand führen kann.

Die Aufgabe des Osteopathen besteht also darin, zu überprüfen, ob sich alle Strukturen optimal bewegen und das gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen, indem er allen Geweben ihre Mobilität zurückgibt. Dabei bezieht sich der Osteopath auf alle Strukturen des Körpers, auf die Gelenke, die Muskeln, das Bindegewebe, die Nerven, die Organe und sogar auf die Körperflüssigkeiten.

Durch eine gründliche manuelle Untersuchung aller Gelenke und Körpergewebe erhält der Therapeut Informationen über die Bewegungs-qualität. Von besonderem Interesse ist die Art und Weise, in der sich Gelenke und Gewebe mobilisieren und bewegen.

Durch die Behandlung von Beweglichkeitsverlusten zwingt der Osteopath dem Organismus keine neue Funktionsweise auf. Er gibt dem Körper lediglich den nötigen Impuls, um seine Selbstheilungskräfte zu stimulieren.

Nach einer osteopathischen Behandlung dürfen wir nicht immer ein sofort sichtbares Ergebnis erwarten (auch wenn dies manchmal passiert). Um dem Pferd die Möglichkeit zu geben sein neues Gleichgewicht zu finden, sollte das Pferd min. 48 Stunden nicht gearbeitet werden. Das Pferd sollte in dieser Zeit ausreichend Koppelauslauf haben!!!

Die Osteopathie will weder die klassische veterinärmedizinische Behandlung ersetzen, noch gibt sie vor alle Krankheiten heilen zu können.

„Pferdeosteopathie lässt sich nicht auf nur eine einfache Manipulation begrenzen. Sie lässt sich nur nach langen Stunden von Praxis und Erfahrung, basierend auf einer soliden und seriösen wissenschaftlichen Ausbildung, aneignen“ (Pascal Evrard D. O.)